Wir vergleichen TYPO3, Webflow und WordPress mit Blick auf Pflege, Flexibilität, Kosten und die Anforderungen von B2B-Marketing-Teams.
TYPO3 ist ein leistungsfähiges Content-Management-System. Doch nicht jedes Unternehmen benötigt die Komplexität und den technischen Unterbau einer Enterprise-Lösung.
Eine Alternative kann sinnvoll sein, wenn alltägliche Änderungen regelmäßig Entwicklungsressourcen benötigen, neue Landingpages nur langsam entstehen oder der laufende Aufwand nicht mehr zu den tatsächlichen Anforderungen der Website passt.
Gerade für B2B-Marketing-Teams ist deshalb nicht entscheidend, welches CMS die meisten Funktionen bietet. Wichtiger ist:
Ein einfaches System ist nicht automatisch besser. Wenn komplexe Rechte, Freigaben, Schnittstellen oder Länderstrukturen benötigt werden, kann die Leistungsfähigkeit von TYPO3 weiterhin gerechtfertigt sein.

Ein reiner Funktionsvergleich greift zu kurz. Ob ein CMS im Alltag funktioniert, zeigt sich vor allem in konkreten Arbeitssituationen.
Webflow passt besonders zu Unternehmen, die ihre Website als aktives Marketinginstrument nutzen und Inhalte, Design und Weiterentwicklung enger zusammenführen möchten.
Gerade bei sehr großen Websites und komplexen Redaktionsorganisationen zeigen sich Einschränkungen, die vor der Systementscheidung berücksichtigt werden sollten.
Für die Wirtschaftlichkeit eines CMS reicht es nicht, Lizenzen und Hosting zu vergleichen. In Projekten entstehen die relevanten Kosten häufig an anderer Stelle: bei redaktionellen Umwegen, wiederkehrender Entwicklerunterstützung, Wartung, Integrationen und der Frage, wie schnell neue Anforderungen umgesetzt werden können.
Ein günstigeres System kann langfristig teuer werden, wenn kleine Änderungen regelmäßig externe Unterstützung benötigen. Ein höherer Plattformpreis kann sich dagegen rechnen, wenn das interne Team deutlich selbstständiger arbeiten kann.
Ein Wechsel von TYPO3 zu einem anderen CMS ist kein einfacher technischer Export. Wir haben bislang keinen eigenen TYPO3-zu-Webflow-Case umgesetzt. Die folgenden Punkte leiten sich aus unserer allgemeinen Erfahrung mit Relaunches, CMS-Strukturen und SEO-Migrationen ab, insbesondere aus WordPress-zu-Webflow-Projekten.
Dabei zeigt sich immer wieder dasselbe Muster: Nicht die eigentliche Umsetzung kostet die meiste Zeit, sondern Punkte, die zu spät geklärt werden.

Bei einem TYPO3-Wechsel lassen sich diese Erfahrungen nicht eins zu eins übertragen. Sie zeigen aber, worauf es bei einer CMS-Migration grundsätzlich ankommt: nicht nur auf das neue System, sondern auf das, was aus dem alten System sauber übernommen und was bewusst neu aufgebaut wird. Vor einer Entscheidung sollten Unternehmen klären:
Der Erfolg eines Systemwechsels zeigt sich nicht am Launch-Tag. Er zeigt sich später daran, wie gut das Team mit der neuen Website arbeiten kann. Welche technischen und redaktionellen Punkte dabei wichtig sind, haben wir in unserem Beitrag zur Website-Migration ausführlicher zusammengefasst.

Wir haben bislang keine TYPO3-Website zu Webflow migriert. Zwei unserer Projekte zeigen jedoch, wie Webflow mit wachsenden Inhalten, Sprachen und redaktionellen Anforderungen umgehen kann – vorausgesetzt, die CMS-Struktur wird von Beginn an entsprechend geplant.
Mögliche Alternativen sind unter anderem Webflow, WordPress, Drupal, Storyblok und Contentful. Für klassische B2B-Marketing-Websites sind häufig Webflow und WordPress relevante Optionen.
Für klassische Unternehmens- und Marketing-Websites kann Webflow eine vollwertige Alternative sein. Auch größere redaktionelle Plattformen können damit umgesetzt werden, wenn die Inhaltstypen und Beziehungen konsequent als CMS-Struktur geplant werden.
Bei komplexen Rollenmodellen, individuellen Backend-Prozessen oder umfangreichen Enterprise-Integrationen kann TYPO3 besser geeignet sein.
Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn der technische und finanzielle Aufwand nicht mehr im Verhältnis zu den tatsächlichen Anforderungen steht oder Marketing-Teams dauerhaft von Entwicklungsressourcen abhängig sind.
Grundsätzlich können Inhalte und Strukturen in Webflow neu aufgebaut werden. Ob das sinnvoll ist, hängt von Funktionen, Schnittstellen, Rollen und redaktionellen Prozessen ab.
Eine Migration ist dabei selten ein einfacher technischer Umzug. Meist müssen Inhaltsmodelle, URLs, Formulare und Arbeitsabläufe für das neue System neu geplant werden.
Einzelne CMS-Einträge können separat veröffentlicht werden. Das gilt beispielsweise für Artikel, Shows, Artists, Jobs oder andere dynamische Inhalte.
Bei statischen Seiten, globalen Komponenten und strukturellen Änderungen im Designer wird hingegen die gesamte Website veröffentlicht.
TYPO3 ist weiterhin ein leistungsfähiges Enterprise-CMS. Entscheidend ist nicht, ob das System zeitgemäß ist, sondern ob seine Komplexität zu den Anforderungen des Unternehmens passt.
Das lässt sich nicht allein anhand von Lizenz- oder Hostingkosten beantworten. Entscheidend sind die Gesamtkosten für Betrieb, Wartung, Support und Weiterentwicklung über mehrere Jahre.
Ihr prüft, ob TYPO3 weiterhin zu euren Anforderungen passt oder ob ein schlankeres System die bessere Grundlage für eure Website wäre?
Wir analysieren, welche Funktionen ihr wirklich benötigt, wie euer Marketing künftig mit der Website arbeiten soll und ob Webflow für euer Projekt eine sinnvolle Lösung ist.
Wenn eure Anforderungen besser zu einem anderen System passen, sagen wir das offen. Denn eine ehrliche Beratung ist für uns wertvoller als ein Projekt, das nicht zu euch passt.
